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Bodypainterin Lynn Schockmel – Die sinnliche Kunst

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Lynn Schockmel ist schon von Kind auf von der Malerei fasziniert und hat natürlich viele ihrer Fähigkeiten, durch Ausdauer und Praxis erlangt. Sie hat immer ein Auge für Kunst und ist ständig dabei etwas Neues zu versuchen. Ihre künstlerischen Ausdrucksformen zu erfüllen. Erkundungen in Zeichnungen, Bildhauerei, Acrylmalerei und vielen anderen Ausdrucksarten, bildet für Lynn das A und O des künstlerischen Schaffens. Mit einem Schminkkit fing die Begeisterung für das Bodypainting bei Lynn auch an und dieses Hobby wurde Dank ihrer einzigartigen Fähigkeiten sehr schnell zum Beruf. Nach Teilnahmen an zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben in der ganzen Welt begann Lynn sich einen Namen in der Bodypainting-Welt zu machen. Schon nach nur wenigen Jahren erhielt Lynn zahlreiche Auszeichnungen und erschien in diversen Publikationen. Ihre Dienste wurden für einige der Top-Events und Unternehmen des Landes in Anspruch genommen. Zu Beginn des Jahres 2012 fand sie die perfekte Ergänzung zur Weiterentwicklung ihrer Arbeit mit Marco Mazzini, ihrem Lebensgefährten. Zusammen mit Marco, ist sie jetzt in der Lage, sowohl Bodypainting und Fotografie und vieles mehr zu verbinden. Als Duo Hand in Hand zu arbeiten bietet Lynn viele Möglichkeiten ihre Arbeit in erweiterten Formen auszudrücken. So ist sie aber nicht nur im Bodypainting aktiv, sondern auch in den Bereichen Fashion, Kreativ-Makeup, Fetisch bis hin zu Facepainting. 2014 erreichte sie den ersten Platz bei der Estetika 2014 in Brüssel und schaffte es unter die Top 20 bei der Bodypainting Weltmeisterschaft, dies bei 300 Teilnehmern aus der ganzen Welt.

Bodypainting oder Körperbemalung wie es auf Deutsch heißt ist aber keineswegs eine Modeerscheinung der letzten Jahre. Schon die Frauen im alten Ägypten schminkten ihr Gesicht mit Bleiweiß und pinselten roten Ocker zur Auffrischung darüber. Die Augenlider puderten sie mit einem Pulver aus grünem Malachit. Die größte Bedeutung besaß die Körperbemalung bei den Indianern. Die Bemalung galt als Maßstab für die Wertschätzung innerhalb der Gruppe. Sie gab Auskunft über die Verdienste eines Mannes bei der Jagd und im Krieg. Die Farbe Rot galt als Farbe des Krieges und symbolisierte den Erfolg, während die Farbe Blau bei den Cherokee Niederlage und Schwierigkeiten verkörperte. Die Indianer vermuteten in vielen Erscheinungen der Natur übernatürliche Kräfte und versuchten diese durch Bemalungen und Tänze günstig zu stimmen. Dabei schlüpften sie auch in Bison- oder Bärenfelle. Bodypainting übt eine starke Faszination auf seine Betrachter aus. Die allmähliche Camouflage der Haut, die Transformation des menschlichen Körpers in ein „Bild“ birgt für alle Beteiligten hohen Reiz. Bei Lynn Schockmel ist dieser Beruf sicher mehr als nur ein 08/15 Job. Nein es ist schon eine Art Berufung sowie eine kreative eigenwillige Weise sich auszudrücken. Beim Betrachten der Werke spürt man förmlich wie die Künstlerin ihre Seele in dieses Schaffen steckt.

Mehr Infos:www.body-art.lu

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