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District 7 – Erfrischender Pop Punk aus dem Süden Luxemburgs

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District7 sind eine seit 2011 bestehende luxemburgische Pop-Punk Band. Genau genommen kommen sie aus Esch/Alzette, dem Süden des Landes. Disctrict7 bestehen aus Julien Binda (Gesang, Rhythmus-Gitarre), David Marx (Lead Gitarre), Anita Schneider (Bass) und Denis Schumacher (Schlagzeug). Sie etablierten sich sehr schnell als exzellente Live- Band und wurden dafür mit dem „The Best Live Perfomance“ auf dem Screaming Fields Bandcontest 2013 in der Rockhal und dem „Rock The South“ belohnt. Pop-Punk, gelegentlich auch Punk- Pop, bezeichnet eine populäre, aber weniger harte Spielart des Punkrock mit Elementen der Popmusik. Bekannt wurde der Genre Mitte der 1990er-Jahre durch den Erfolg der Bands Green Day und The Offspring. Die genaue Definition für Pop-Punk ist umstritten. Die Bezeichnung wird gelegentlich auch abwertend für die gesellschaftstaugliche und kommerziell erfolgreiche Variante der Punkmusik gebraucht, die dieser zwar musikalisch ähnlich ist, von vielen Punks aber wegen ihrer eher „spaßbetonten“, kommerziellen Ausrichtung und gelegentlich politischen Unambitioniertheit im Allgemeinen nicht als authentisch akzeptiert wird. Außerdem benutzt man den Begriff auch im Zusammenhang mit älteren Punk-Bands wie den Ramones, The Jam und The Undertones. Zudem wird auch die in den USA und Europa kommerzielle Ausrichtung des Melodic Hardcores als Pop- Punk bezeichnet.

Disctrit 7 gehören zu den Bands die ein bisschen von allem eben aufgezähltem haben, sie verbinden Tradition mit Moderne. 2014 war also an der Zeit ihre erste EP namens „Brave New World“ auf den Markt zu bringen. 5 Lieder in nur 19 Minuten pressen die Jungspunde auf ihre erste EP und dies spricht ja schon Bände. Sie kommen schnell und direkt auf den Punkt. District7 tischen uns eine beeindruckende Mischung aus Power- Pop-Punk wie in „Crossing Paths“ oder deftigen Garage-Rock „Falling Stars“ auf. Sie bringen es fertig, den Hörer 19 Minuten bei der Stange zu halten. Drahtiger Pop-Punk wird uns um die Ohren gehauen und sie bringen es sogar fertig, dass alles wie aus einem Guss klingt. So integrieren sie auch gekonnt, wie auf „Revolution“ kratzige Gitarrenwände. Vielleicht lässt sich dieser feine Schritt am besten im abschließenden „Together“ zusammenfassen, das von Pop über Punk hin zu Indie wandert, eine einzige große Reise ohne Rückfahrschein darstellt. Sie lassen ihren Kompositionen Raum, kehren aber immer wieder in den sicheren Hafen der Melodie zurück. Das lässt für die Live-Performance noch genügend Platz, um Improvisationen auf die Stücke zu setzen, ohne den Charakter des eigentlichen Songs grundlegend zu verändern.

Es gibt Menschen, die sich bitterlich beklagten, dass dem Punk angeblich die nötige Weiterentwicklung fehle. Mehr Stagnation als Revolution. Nur: Eine Revolution ist nicht beliebig wiederholbar. Klingt auf „Brave New World“ irgendetwas neu? Feuern uns District7 Innovationen im Sekundentakt um die Ohren? Nein, sicher nicht. Wollen oder erwarten wir das überhaupt? Ebenfalls nein. Das können ruhig andere besorgen und solange man nicht das Gefühl hat, sie würden immer denselben Song spielen, darf das auch gerne noch eine Weile so weiter gehen. Die vier halten sich meist im Uptempo-Bereich auf und wenn das nicht so abgedroschen klingen würde, könnte fast schon von einem weisen Alterswerk einer jungen Band die Rede sein. Alles sitzt perfekt an seinem Platz und wirkt, trotz oder gerade wegen seiner aus der Zeit gefallenen Anmutung, frischer als es sich so manch andere junge Band erträumen könnte.

 

Mehr Infos:www.district7.lu

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