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Interview mit HAUTE TENZION

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Die luxemburger Band Haute Tenzion , die 2008 von Lucien Briscolini (Gesang) und Steve Trzebanski (Guitarre) ins Leben gerufen wurde, war zu Beginn nur ein Projekt von den zwei Rockaddicteds, die den Drang verspürten wenigstens ein Album in ihrem Leben aufzunehmen. Nachdem die Idee nach und nach immer mehr ausreifte, gesellten sich Paul Scholtes (Bass) und Jay Grass (Batterie) im Laufe des Jahres dazu: somit war der Grundstein für
Haute Tenzion gelegt. Anfang 2009 verließ Steve Trzebanski die Formation, welcher dann durch Christian Simon an der E-Guitarre ersetzt wurde. Noch während des gleichen Jahres wurde Anna Di Tomaso als Backgroundsängerin mit an Bord genommen. Der Band wurde sehr schnell bewusst, dass ihre Stimme zu markant ist, um nur als Backgroundsängerin zu fungieren.
Ihr erstes Album «Un monde à l‘envers» , das im Jahr 2011 erschienen ist, wurde im luxemburgischem Equinox Productions Studio aufgenommen.

Welche Themenrichtungen war euch beim Komponieren der Lieder für euer Album „Un monde à l’envers“ wichtig, eher sozialkritsche Texte oder die Lage der Welt wie sie jetzt ist?

Wir haben uns für sozialkritische Themen entschieden wie man, sehr wohl bei Liedern wie „Qui a le droit“, welches  von falscher Tierhaltung und Umweltverschmutzung handelt, sieht. Révolution ist schon kritischer, handelt über die Machenschaften Amerikas quer durch die Welt, „Je changerai“ dagegen ist eigentlich ein ganz normaler Rocksong,„Cache ta haine“ ist dann wieder ein sozialkritischer Song, genauso wie „Bouge“. Man kann sagen, dass wir ganz normalen puristischen und straighten Rock spielen, nichts Sophistikiertes, der sehr von 80ern angehaucht ist.

Warum habt ihr euch für die französiche Sprache beim Schreiben eurer Texte entschieden?

Die Entscheidung die französische Sprache für den Text zu gebrauchen, kommt daher, dass es mir viel leichter fällt ehrliche Texte auf Französisch zu schreiben als diese auf Deutsch oder Englisch zu redigieren. Ich muss aber auch zugeben, dass das mit meinem Akzent beim Singen zu tun hat, es würde recht komisch Klingen, diesen Faktor muss man ja auch beachten.
In Zukunft werden wir aber einige Texte auf Italienisch herausbringen, um die wunderbare Stimme von Anna Di Tomaso hervorzuheben. Des Weiteren werden wir auch einige Kompositionen auf Luxemburgisch schreiben, da es doch recht witzig und interessant ist mit unserer Muttersprache zu arbeiten. Und es gibt nicht soviele Luxemburger Bands, die davon Gebrauch machen.

Ich muss zugeben: Ich fand dies recht erfrischend. Ihr habt ja schon einige Konzerte im Ausland gegeben, wie zum Beispiel in Volmerange-les-Mines. Habt ihr in naher Zukunft vor auch weiter zu reisen oder fokussiert ihr euch lieber auf die naheliegenden Grenzgebiete?

Zur Zeit versuchen wir vorwiegend in der Lorraine zu spielen, aber auch wenn möglich im Entrepôt in Arlon, welches ja zur Zeit renoviert wird. Im Moment haben wir einige Events die wir zusammen mit Farraday‘s Cage geben, da wir einen guten Draht zu denen haben. Und es ist sehr schwer an Festivals teilzunehmen, obwohl wir sehr viele angschrieben hatten, bekamen wir null Feedback, was doch irgendwie schade ist.

In der Regel übernimmt dies doch das Produktions-Label?

Das stimmt, doch hier waren wir die Produzenten, wobei ich sagen muss, dass Equinox Productions uns so richtig unterstützt und beraten hat. Dies hört man auch deutlich an der Qualität des Albums, des Weiteren haben sie es uns ermöglicht unsere Songs bei I-Tunes zu veröffentlichen, was unmöglich ist ohne, dass ein Musiklabel hinter einem steht, denn das braucht man um überhaupt dort vertreten zu sein.
Da wir die Produzenten vom Album „Un monde à l’envers“ sind, übernehmen wir auch alles, was die Sparte Public Relations und das Promoten unserer Arbeit, betrifft. Das heißt wir organisieren alle Konzerte und Touren selbst.

Wie sieht die nahe Zukunft bei Haute Tenzion aus, gibt es schon konkrete Projekt auf die wir uns freuen können?

Zur Zeit bereiten wir eine Mini LP mit 5 Songs auf Luxemburgisch vor, davon haben wir schon einige Lieder auf dem Rock um Knuedeler performt, des Weiteren möchten wir aber auch wieder ein komplettes Album vorbereiten. Dies nimmt aber einige Zeit in Anspruch. Es ist halt nicht möglich von heut auf morgen eine neue LP zu veröffentlichen.

Welche Band(s) haben dich beim Schreiben der Texte inspiriert?

Die französische Band „TRUST“ aus den achziger Jahren. Dies kommt in Frankreich sehr gut, da wir auch einige von ihren Liedern covern.

Habt ihr einige Konzerte in Planung?

Ein Konzert wäre am 03 November im Café Napoleons Gaart in Koetschette, dann noch am 15 Dezember im ALL-IN in der Hollericher Straße, hier in der Stadt. Dann noch im Why Not? in Dudelange wo wir noch auf die Bestätigung warten. Dann möchten wir auch noch in Volmerange-les-Mines und Audun-le-Tiche auftreten, dann folgt vielleicht noch ein Konzert im Entrepôt in Arlon.

Mehr Infos:  www.hautetenzion.org

 

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