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Interview mit Henning Rumenapp von den Guano Apes

GUANO_APES-2014_by_Harry_Weber
GUANO_APES-2014_by_Harry_Weber

Guano Apes ist eine seit 1990 bestehende deutsche Rockband aus Göttingen. Bislang verkauften sie weltweit über 4 Millionen Tonträger. 2006 löste sich die Band auf und jeder hatte sein Solo-Projekt am Start. Aber schon drei Jahre später kam es zur Wiedervereinigung, zwar erst nur live, aber 2011 veroffentlichten sie das Comeback-Album „Bel Air“, was sofort auf Platz 1 der deutschen Charts stürmte. Nun veröffentlichten sie ihr neues Album „offline“ das sie auch hier am 25. Oktober in Luxemburg mit den alten Hits im Atelier präsentieren werden. wir hatten das Vergnügen schon vorher mit Gründungsmitglied und Gitarrist Henning Rumenapp ein Interview zu führen.

Hallo Henning, danke für das Interview, wie geht es dir?

Hallo, mir geht es gut. Wir sind jetzt gerade in Berlin, weil heute Promo-Tag ist zu unserem neuen Album „Offline“. Das ist immer eine sehr aufregende und gleichzeitig schöne Angelegenheit.

Euer neues Album „Offline“ erschien im Mai und mit „Close to the sun“ habt ihr eine Single am Start die Power hat, aber auch gleichzeitig nachdenklich klingt. Würdest du das auch so sehen?

Mit „Close to the sun“ präsentieren wir die alten und neuen Guano Apes. Die Kraft früherer Tage und auch die eher ruhigere Seite die uns jetzt ausmacht. Textlich gesehen hat der Song viel Tiefe, aber doch gleichzeitig eine positive Energie.

Kurt Ebelhäuser war auch an der Produktion mitbeteiligt. Wie war es mit ihm zu arbeiten, er ist ja fast schon sowas wie eine Ikone in der deutschen Indie/Alternative-Rock Szene?

Mit Kurt Ebelhäuser zu arbeiten war eine schöne Erfahrung, denn er bringt den Songs die nötige Energie. Unser letztes Album „Bel Air“ nahmen wir ja in Skandinavien auf und es war schon eher mit elektronischen Elementen unterlegt. Diesmal wollten wir beides ideal verbinden die Keyboard-Sounds und die rohe Kraft der Gitarren.

Ich kann mir vorstellen dass es bei eurem letzten Album Bel Air noch ein Herantasten aneinander war nach dem Split. Ging „Offline“ leichter von der Hand?

Ja das stimmt, bei „Bel Air“ war es schon noch eher ein Herantasten und wir mussten uns wieder als Band zusammenfinden. Jetzt mit „Offline“ haben wir uns eine Woche in einem kleinen abgelegen Häuschen getroffen und einfach mal zusammen gejammt und neue Songideen gesammelt. Somit entstand ein positives Bandfeeling. Aber danach braucht jeder wieder Abstand und tüftelt an seinen eigenen Song-Ideen herum und wir schicken uns Demos zu. Am Schluss werden dann die gesammelten Ideen zusammengetragen und so entsteht dann ein Ganzes daraus. Denn es gibt beim Songwriting doch viele Reibungspunkte und dann ist es besser wenn jeder für sich an verschiedenen Ideen arbeitet.

Wie fühlt es sich an wenn ihr heute auf der Bühne steht und „Open your eyes“ oder „Lords of the Boards“ spielt, Songs die sich doch deutlich von eurem aktuellem Material unterscheiden. Ist es einfach den Schalter umzustellen zwischen alt und neu?

Es gelingt uns erstaunlich gut. Schon bei der letzten Tournee kamen die neuen Songs sehr gut beim Publikum an. Es war nicht schwierig das neue Material mit dem alten zu präsentieren. Denn alle unsere Songs haben doch unsere eigene Handschrift. Somit ist es nicht schwierig den Schalter umzustellen.

Guano Apes gibt es jetzt schon seit 1990. Was war der absolute Höhepunkt in den 24 Jahren?

Das ist recht schwierig zu sagen. Ein Höhepunkt war sicherlich unser Comeback und zu sehen wie gut die Band noch funktioniert. Es war ein schöner Moment wieder zusammen aufzutreten und auch wieder zusammen Songs zu schreiben.

Ihr seit ja jetzt auch auf Tournee. Was ist dir persönlich lieber Festival oder Clubkonzert?

Dies ist doch recht unterschiedlich. Ich mag die intime Atmosphäre eines Clubs und die Nähe zu den Fans. Aber Festivals sind etwas sehr überragendes, denn hier kommt ein bombastisches Feeling auf wenn tausende von Fans deine Lieder mitsingen und zu deiner Musik abfahren. Das hat schon was überwältigendes. Also ich liebe im Grunde genommen beide, eben weil die Atmosphäre so unterschiedlich ist.

Vielen Dank für das Interview und noch alles Gute für die Zukunft!

Danke und Dir auch noch alles Gute. Wir sehen uns dann in Luxemburg.

(Interview by Mike Dostert)

Mehr Infos:www.guanoapes.org

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