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Juli Frontfrau Eva Briegel im Interview

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Juli ist eine deutsche Pop-Rock-Band aus Gießen. Sie wurde in der heutigen Form im Jahr 2001 von Eva Briegel, Jonas Pfetzing, Simon Triebel, Andreas Herde und Marcel Römer gegründet und ging aus der Band Sunnyglade hervor. Ihre erste Single „Perfekte Welle“ erschien Ende Juni 2004 und hielt sich über ein halbes Jahr in den deutschen Single-Charts (im November 2004 stand sie auf Platz 2) und erreichte den Gold-Status. Das Lied wurde zu einer Art Hymne der im Jahr 2004 aufkommenden neuen Erfolgswelle deutschsprachiger Liedtexte und gab einer Reihe von Compilations mit deutschsprachiger Popmusik (Perfekte Welle – Musik von hier) den Namen. Im Jahr 2008 zog sich die Band fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurück, zudem betrieben die Bandmitglieder verschiedene eigene Projekte. 2010 kamen sie dann mit ihrem Album „In Love“ zurück, danach war wieder 4 Jahre Funkstille angesagt. Am 3. Oktober 2014 wurde dann ihr rezentes Werk „Die Insel“ veröffentlicht. Am 21. März geben Juli ein Konzert im Atelier und im Rahmen dieses Ereignis stand uns die Sängerin der Band Eva Briegel für ein Interview zur Verfügung.

Hallo und vielen Dank erstmals für das Interview. Wie geht es euch?

Uns geht´s super, wir geniessen sehr, dass wir wieder unterwegs sind und Spaß haben, wir haben das wirklich vermisst und freuen uns auf die Tour.

Ihr habt euch jetzt zum zweiten Mal vier Jahre zwischen zwei Alben Zeit gelassen. Ist das mittlerweile der Zeitraum, den ihr benötigt?

Irgendwie schon, aber wer weiss. Vielleicht geht die nächste Platte ganz schnell. Wir machen ja alle noch Sachen nebenher, und bei „Insel“ haben wir auch viel von dem was wir mühevoll aufgenommen hatten wieder weg geschmissen. Dann dauert es eben sehr lange. Kennst Du den Film „Some Kind Of Monster“ über Metallica? Da spielen sie dem Vater von Lars Ulrich die Platte vor und die ist richtig gut, amtlich und fett. Und der sagt nur: Das ist es nicht. Und er hat Recht, also schmeissen sie alles weg und fangen von vorne an.

Wenn man nach vier Jahren wieder zusammenkommt, um Musik zu machen, ist das am Anfang nicht schwierig?

Ja, schon. Bei uns Schreibern, also Jonas, Simon und mir (Eva) ging es relativ leicht, wir haben ja nie den Kontakt verloren und treffen uns regelmässig. Aber Marcel war in der Zeit ein mal um die Welt gejettet und der hat nicht schlecht geguckt, als wir gesagt haben, dass wir nächste Woche ins Studio gehen wollen.

Da ihr euer neues Album auf den Namen „Insel“ getauft habt, stellt sich natürlich die Frage ob ihr damit einen ganz gestimmten geographischen Ort meint oder geht es da mehr um ein Gefühl?

Da gehts um ein Gefühl, um die Band als schwimmende Insel. Das Boot auf unserem Cover war so eine Insel, wir haben letztes Jahr eine Zeit lang darauf verbracht und hstten eine Menge Spaß und haben gemerkt, dass wir – von kleinen Ausnahmen mal abgesehen – uns selbst fast genug sind. Natürlich ist die Musik auch so eine Insel, wenn ich Musik machen brauche ich eigentlich nichts anderes.

Was bei „Insel“ auffällt sind die elektronischen Elemente. Wie kam es dazu?

Wir haben eigentlich versucht, uns bei dieser Platte Computermässig zu beschränken und erst mal bei unseren Instrumenten zu bleiben. Bei „In Love“ hatten wir ja schon einiges ausprobiert und uns am Elektro etwas satt gehört. Ausserdem mag ich das Arbeiten am Coputer gar nicht, ich will schon etwas mehr bewegen als nur den Zeigefinger.

Habt ihr auch schon mal darüber nachgedacht ein Album in englischer Sprache herauszubringen?

Nein, bisher noch nicht. Wenn ich mal was solo mache, wird das wohl in englisch sein, weil ich den Flow der Sprache mag und irgendwie Lust darauf habe.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die Zukunft!

Mehr Infos:www.juli.tv

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