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Luceed – Voodoo Pop à la luxembourgeoise

luceed2013
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Die luxemburgische Band Luceed wurde 2008 aus der Taufe gehoben. Sie reisten quer durch Europa und spielten u.a. als Opener für Toto, HIM, White Lies, Die Happy, Ezio, Liquido, Garden of Delight, Xandria, Clan of Xymox, Zeraphine, The Crüxshadows und vielen anderen Bands. Der recht eigenwillige Stil der Band, den Luceed als „Voodoo Pop“ bezeichnen, zeichnet sich vor allem durch dominante Basslinien, ein perkussives Klangbild und die Akkorde der von Laien oftmals als dissonante Riffs angesehen werden. Den Bandmitgliedern wird aber auch öfter eine große Versiertheit und Virtuosität zugesprochen. Die Truppe setzt sich zusammen aus Oliver Made (Gesang, Gitarre & Sitar), David Soppelsa (Lead Guitar), Joe May (Bass), Marc Goergen (Drums) und Nadia M (Live Samplings). Dröhnende Bässe, ein explosionsartiges Schlagzeug, schreiende Gitarren, verzerrte Keyboards und eine düstere Powerstimme bieten eine kontroversen Mix aus Pop, Rock, alternativen und elektronischen Elementen mit einer atmosphärischen Note. Aber nicht nur die Musik steht im Vordergrund. Auch die Texte sind tiefgehend, poetisch, metaphysisch; bizarr und kritisch, jedoch niemals oberflächlich.

Die Band ist live ein regelrechter „Schock an Licht, Klang und Nebel“, sogar auf den kleinsten Bühnen. Mit ihrem ersten Album „Voodoo Pop“ beweist die Band einmal mehr ihre musikalische Vielfalt, ihre Experimentierfreude, ihre Sympathie für Untergrund-Klänge und dass sie „rocken“ können. Wer Luceed schon mal live erlebt hat weiß was ihn erwartet und zwar nicht ein Genuss für die Ohren sondern auch visuell geht bei den Jungs die Post ab auf der Bühne. Ihre Kompositionen sind aufgrund einer Reihe unterschiedlicher Merkmale unverwechselbar. Die collagehafte und oft hoch komplexe Kompositionstechnik, die rhythmische Vielfalt der Kompositionen, die Stil-Anleihen in vielen Bereichen der E- und U-Musik, die immer wieder eingeflochtenen Musikzitate, das ironische und satirische Ausmaß in Musik und Text, die ausgeklügelten Arrangements – all das geht über den engen Umkreis des als rocktypisch definierten Formenvorrats hinaus.

Luceed greifen in ihren Texten Tabus an und befördern Verdrängtes ans Tageslicht. Sie decken die Hohlheit und Selbstverliebtheit, sowie Gemeinplätze und Ammenmärchen auf und geben eben diese dem Spott preis. Satire und Spott vermitteln sich dabei nicht alleine über Wortwahl und Tonfall, sondern sind substanzieller Bestandteil von Komposition und Arrangement. Im Ergebnis gehen Text und Musik eine Wechselbeziehung ein und sind untrennbar miteinander verbunden, indem die Musik den Textinhalt kommentiert, während der Vokalbeitrag das musikalische Geschehen interpretiert. Wer also in die „verrückte Welt“ von Luceed eintauchen will soll sich unbedingt ihr Album „Voodoo Pop“ anhören und ein Konzert der Band besuchen, den dieser Abend wird ein Genuß für Ohren und Augen.

Mehr Infos:www.luceed.net

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