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Marinazz – Kreativität und Ehrgeiz in einer Person

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Marina Herber die die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzt wurde im Jahr 1980 in der Normandie geboren. Im Alter von sechs Jahre kam die Künstlerfamilie nach Luxemburg. „Mein Großvater hat als Kameramann bei RTL gearbeitet, mein Vater hat Aquarel Bilder gemalt und unter anderem fürs Echternacher Museum gearbeitet Meine Mutter restauriert Antiquitäten und Bilder, daher war ich von Kind auf immer von Kunst umgeben“ verrät uns Marina. Ihre Gemälde besitzen einen einzigartigen Pop-Art-Stil, Comic-Stil dies verbunden mit einer optimistischen und expressiven Art. Sie hatte sicherlich keinen leichten Einstand denn die überwiegende Mehrheit der Kunstkritiker akzeptiert nur schwer humoristische Einlagen wenn es um kulturelles Erbgut geht „Dies ist ein Faktor der mich gestört hat und auch heute noch stört, dass Kunst immer so ernst dargestellt wird. Mein Ziel war es genau das Gegenteil mit meinen Werken zu bewirken und das Gane mit Humor zu unterlegen“. Marina hat damit überhaupt keine Probleme und kann sich zum Beispiel eine César Darstellung mit humoristischen Einlagen, gegenüber einem psychologischen Drama, sehr gut vorstellen.

Seit 1996 widmet sich Marina immer wieder der Serigrafie und der Restauration älterer Bilder sowie der modernen Kunst. Sie arbeitete auch im Architekturbau des Luxemburger „Service des Sites et Monuments Nationaux“. Seit 2007 schlägt sie sich aber als freischaffende Künstlerin unter dem Pseudonym „Marinazz“ durch, dass dies natürlich nicht immer einfach ist, davon kann Marina auch ein Lied singen „Also das große Geld macht man sicherlich nicht, aber mit der Zeit kommt man doch irgendwie über die Runden. Dies hat natürlich auch seinen Preis und dieser heißt arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten Als zweites Standbein gebe ich aber auch Malkurse und organisiere regelmäßig Workshops. Falls es mal zu einem finanziellen Engpass kommen sollte“. Seit 2011 organisiert sie regelmäßig Ausstellungen, ein Highlight war mit Sicherheit dass sie zwei Jahre in Folge eine Ausstellung in Montreal zu Ehren von Michel Courtemanche ausführen durfte. Wer so fleißig ist, wird auch belohnt und dies geschah dann 2014 mit dem Förderpreis EVBK Prüm und Großregion. Ihre Illustrationen erscheinen in Kinder-Bücher wie zum Beispiel „Melusina“ (2014) veröffentlicht vom Editionshaus Binsfeld veredelt mit den Texten von Lex Roth. Aber auch im Internet unter Bee.lu sind ihre Werke im Jahre 2015 zu bewundern.

Marina Herber ist eine ehrgeizige Künstlerin die sich und ihre Kunst immer wieder in Frage stellt und daher auch regelmäßig Kurse belegt damit kein Stilstand in ihrem kreativen Schaffen entsteht „Ich versuche durch Kurse und neue kreative Ideen meinen Stil immer weiterzuentwickeln, Stillstand ist mit ein Graus. Obwohl es auch Phasen gibt wo man einfach da sitzt und einem einfach nichts einfällt. Ich unternehme dann meistens lange Spaziergänge und lasse mich von der Natur inspirieren. Dies hilft mir einen klaren Kopf zu bekommen und wenn man den bis hat dann kommt auch wieder Bewegung ins Spiel“. Ihr aktuellstes Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem „Service National de la Jeunesse“ wo sie Eltern und Kindern durch Zeichnungen auf das Problem „Mobbing“ aufmerksam macht und aufklärt. Auf diese spielerische Art und Weise verstehen Kinder dann wie sie in ihrem Leben damit umgehen können, falls sie mal in eine solche Situation geraten sollten. Mit ihrem Können und Ehrgeiz hat Marina Herber schon viel erreicht und braucht sich um ihre künstlerische Zukunft sicherlich keine Sorgen zu machen.

Mehr Infos:www.marinazz.lu

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