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Mindless – Vier Jahre harte Arbeit bis zum ersten Album

LuxByNight

Die Band wurde Anfang 2012 unter dem Namen Mindless Anger gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Bernar Jerry (Gitarre), Bernar-Willems Nadine (Bass), Thinnes Luc (Schlagzeug) und Marc Schartz (Gesang). Anfangs wurde hauptsächlich gecovert im Rock bis Blues Bereich, jedoch war allen schnell klar dass sie keine reine Cover-Band bleiben werden, sondern auch eigene Songs schreiben wollten. Sie sammelten zusammen Bühnenerfahrung auf Festivals sowie in Bars. Mitte 2014 wollte der Sänger eigene Wege gehen und somit übernahm Carmen Lampertz den Gesang. Es wurden weiter die Bühnen gerockt und neue Songs geschrieben, jedoch unter dem Namen Mindless. Mittlerweile haben sie ein rund zweistündiges Programm das sich aus eigenen Songs sowie bekannten Rock-Klassikern zusammensetzt. Beim Covern ist ihnen wichtig keine 1:1 Kopien zu spielen sondern ihre eigenen Versionen daraus zu machen. Aus „I love rock`n roll“ wird dann schon mal „mir mache Rock`n roll“ auf Luxemburgisch. Seit Ende 2015 hatten Mindless weniger Auftritte da sie sich ganz auf ihre erste EP konzentrieren wollten. Nach getaner Arbeit hatten sie fünf Songs im Kasten und ihr gemeinsames Werk „Wonderful Thing“ erschien im Frühjahr und hat es in sich.

Es gibt Menschen, die sich bitterlich beklagen, dass dem Blues-Rock angeblich die nötige Weiterentwicklung fehle. Mehr Stagnation als Revolution. Nur: Eine Revolution ist nicht beliebig wiederholbar, ihr Lieben! Klingt auf „Wonderful Thing“ irgendetwas neu? Feuern uns Mindless Innovationen im Sekundentakt um die Ohren? Nein, sicher nicht. Wollen oder erwarten wir das überhaupt? Ebenfalls nein. Das können ruhig andere besorgen und solange man nicht das Gefühl hat, Mindless würden immer denselben Song spielen, darf das auch gerne noch eine Weile so weiter gehen. Sie halten das Tempo meist im moderaten Bereich und wenn das nicht so abgedroschen klingen würde, könnte fast schon von einem weisen Alterswerk einer jungen Band die Rede sein.

Alles sitzt perfekt an seinem Platz und wirkt, trotz oder gerade wegen seiner aus der Zeit gefallenen Anmutung, frischer als es sich so manch andere junge Band erträumen könnte.

(Text by Mike Dostert)

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