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Pitbull 15 juni @ Rockhal

LuxByNight

Lyrik wird Armando Perez bereits in frühester Kindheit eingetrichtert: Seine Eltern, beide Exil-Kubaner, lassen ihren Sohn Gedichte des kubanischen Poeten Jose Martí auswendig lernen. Dies sieht der Rapper rückblickend als Grundsteinlegung einer Musikkarriere an, die ihm inzwischen eine Platzierung in den Top Ten der amerikanischen Billboard-Charts eingebracht hat.
Aufgewachsen in Miami pflegt der junge Mann schon früh den Umgang mit fremden Kulturen. Während die breite Masse Atlanta als Hauptstadt der Dirty South-Bewegung ansieht, sieht er die Roots allerdings in Florida: „Crunk hat ganz unten in Miami angefangen. Es ist nichts anderes als verlangsamte Bass Music, und deren Wurzeln liegen in Miami.“

Dass ein anderer den Crunk aus den Kinderschuhen hievt, nämlich Lil‘ Jon, stellt sich für den Pitbull allerdings nicht als Nachteil heraus. Während des Megahypes um „Kings Of Crunk“ erweist er sich als der richtige Mann am richtigen Ort: Er bekommt einen Freestyle-Part auf der Platte und schwimmt so im Fahrtwasser bis an die Spitze. Die Debütsingle „Culo“, produziert von Lil‘ Jon, reicht als Aushängeschild locker aus, um das folgende Debütalbum „M.i.a.m.i. – Money Is A Major Issue“ dick in die Charts zu katapultieren.

Zu diesem Zeitpunkt reicht die Karriere des 1981 geborenen US-Kubaners allerdings schon einige Jährchen zurück. Beeinflusst von Meisterwerken von Ost- (Nas‘ „Illmatic“) und Westküste (Dres G-Funk-Meisterwerk „The Chronic“ und Snoop Doggs „Doogystyle“) feilt er an seinen Freestyle-Skillt und überschwemmt Miami mit Mixtapes. Ein erstes Licht am Horizont, die Begegnung mit Produzent Irv Gotti (unter anderem Ashanti, Ja Rule und DMX) endet ergebnislos. Erst die Zusammenarbeit mit den Diaz Brothers, die Kontakte zu Lil‘ Jon unterhalten, erwies sich als das richtige Rezept, richtig durchzustarten.

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