Groupes de musique

Tëschegas – Mit „Rock and Roll“ kommen sie daher

LuxByNight

Tëschegas wurden 2009 nach einem feuchtfröhlichen Abend aus der Taufe gehoben. Die Band besteht aus Krëscht Morang (Gitarre), Hub Morang, (Keyboards/Samples), David Spitoni (Schlagzeug), Pol Montalto (Gesang), Laurent Mancinelli (Bass), Jérôme Hury (Gitarre). Von Anfang an stand fest, dass man die Texte auf luxemburgisch interpretieren würde. Denn Bands die ihre Texte auf Englisch vortragen, gibt es schon zu genüge in der luxemburgischen Musikszene. Überhaupt zeichnet sich in der Szene ein deutlicher Hang ab, dass Bands ihre Texte auf luxemburgisch vortragen. In grauer Vorzeit gab schon viele Bands die das taten, aber solche kamen nicht unbedingt gut bei der Jugend an, weil sie auch immer den Mief mit sich trugen altbacken zu klingen. Heutzutage ist dies ja Gott sei Dank nicht mehr der Fall, dank Bands wie Tëschegas. Ihr großes Vorbild war und ist, der leider viel zu viel zu früh verstorbene, luxemburgische Schauspieler und Musiker Thierry van Werveke dessen Motto lautete : „Loosst et hummeren, loosst et kraachen. Fräi sinn heescht Kaméidi maachen.“ Was soviel heißt wie „lasst es krachen, den Freiheit heißt Krach zu machen“. Sie bezeichnen ihre Musik als Metal mit einer großen Dosis (Eigen)-Ironie über den Alltag und natürlich beziehen sie auch auf ihre Heimat den „Minette“, also den Süden des Landes mit ins Spiel. Ihr erstes Album „Industrielle Läichendéngscht“ kam am 5. Oktober 2012 heraus, dass von der heimischen Presse mit viel Lob aufgenommen wurde. Am 28. Januar 2013 folgte dann die Single „Industrielle Läichendéngscht“ als download.

Das zweite Album „Et wuaar net keen…mol“ kam am 21 März 2015 auf den Markt. Bei diesem Werk liegt die Hauptthematik in der Märchenwelt. Dies natürlich mit viel Witz und Ironie unterlegt, wie das eben bei Tëschegas schon fast die Regel ist. Schon der der Start des Albums macht deutlich, wie der Hase läuft. Nach dem Intro folgt mit „Kee Bock op Melu“ erst mal eine amtlicher Rocksong durch die Boxen, gefolgt von „Flèche du Sud“, das zunächst durch hervorragende Gitarrenarbeit überrascht, aber spätestens mit Einsatz von Bass und Schlagzeug den Groove schlechthin übermittelt. Das Titelstück „Et wuar net keen…mol“ ist dann ein recht verspieltes Stück mit sehr coolen Rockleads, während „Passtérix51“ dagegen durch simples aber prägnantes Riffing und relativ einfaches Schlagzeugspiel erscheint. Die Stücke weisen eine tolle ausgelotete Dynamik auf, die sich schön auf-und abbaut. Zum Schluss gibt es mit „Total versaut “ einen Ritt über die Wellen im Sturm der Gezeiten. Sehr genial ausgelotet zwischen locker geschlagener Gitarre und im Refrain saftigen, durchgezogenen Tönen, bei denen das Zimmer nur so wackelt, wenn man die Anlage ordentlich hochdreht. Auch das Schlagzeugspiel ist hier sehr passend und kommt besonders sauber rüber. Ein krönender Abschluss eines tollen Albums.

Nicht nur musikalisch, sondern auch soundtechnisch ist Tëschegas ein versiertes Album gelungen und trotzdem kommt immer noch absolut genug Power rüber. Aber auch auf ihren Konzerten geht die Post ab. Die Jungs wissen wie sie ihr Publikum mit guter Musik und dem dazugehörigem Entertainment faszinieren und somit bei guter Laune halten. Hier verlässt der Besucher das Konzert mit Schall guter Rock-Musik in den Ohren und einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.

(Text: Mike Dostert)

 

Mehr Infos:www.teschegas.lu

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